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Workshops 2009



Workshop W1:
Integration und Trauerarbeit
Was geschieht, wenn innerlich mehr und mehr Struktur entsteht? Mehr über die eigene Vergangenheit zu wissen, hat Vor- und Nachteile. Vorzeitige Integration schafft Probleme: Wie soll das fragile neue Selbst den gegenwärtigen und vergangenen Stress ertragen? Integrationsgewinne und –verluste. Bei DIS: Wird aus „Hell“ und „Dunkel“ Mittelgrau? Oder gelingt die Dreidimensionalität, die stark und stressresistent macht? Und wie die Erschöpfung, die Scham und die Trauer ertragen, vielleicht zum ersten Mal hindurchgehen, und verändern? TeilnehmerInnen können gern über eigene (Langzeit-)Therapien berichten – und wir wollen auswerten, was auf lange Sicht geholfen hat.
22. und 23. Mai 2009
Hohe Wacht, Hohwacht (Ostsee)

Workshop W2:
Rituelle Gewalt und Austieg aus Täterzusammenhängen

Rituelle Gewalt als organisierte sadistische Ausbeutung, die ritualisierten Charakter hat, kommt in der sog. „Kinderpornografie“ und „Kinderprostitution“ ebenso vor wie in der Zwangsprostitution von Jugendlichen und Frauen sowie in destruktiven Kulten (in Afrika auch bei der „Ausbildung“ von Kindersoldaten). Zweck ist die systematische „Abrichtung“ von Kindern und Frauen zur Benutzung für die jeweilige Täter-gruppe. Wenn wir die Opfer behandeln, müssen wir beachten, dass sie sehr häufig auch ge-zwungen wurden, andere Opfer für Misshandlungen auszuwählen und/oder sie selbst zu foltern. (Kindliche) Opfer werden durch Verwirrung, bizarre Szenarien, der Vermittlung des Gefühls, sie seien „auserwählt“ sowie extreme Folter gezielt in ihrer Identität gespalten und müssen Dissoziation benutzen, um zu überleben. Was sollten wir bei der Aussteiger-Beratung und der traumazentrierten Psycho-therapie mit Opfern ritueller Gewalt besonders beachten? Wie helfen wir ihnen, aus der zer-störerischen Bindung an die Täter äußerlich und innerlich zu entkommen? Wie gewinnen wir Täterintrojekte zur Mitarbeit? Was tun gegen systematisch ausgeführte Befehle (Programme“)? Wie unterscheiden wir „falsche“ von „echten“ Überlebenden? Mit Video-Demonstration und drei Stunden Fallsupervision.
6. und 7. November 2007
Clarion Hotel, Göttingen





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