Workshops 2010

Workshop W1: Stabilisieren und Prozessieren | Workshop W2: Rituelle Gewalt und Austieg aus Täterzusammenhängen |
Wenn wir eine sichere Arbeitsbeziehung zur Klientin haben und diese
nicht mehr in Täterhänden ist, können wir beginnen, Zug um Zug zu
stabilisieren und traumatisches Material zu prozessieren. Ich
möchte mit den TeilnehmerInnen noch einmal die ersten Stadien der
Behandlung (wie fangen wir eigentlich an?) besprechen mit dem Ziel,
so früh wie möglich integrative Arbeit auf der inneren Bühne
leisten zu können. Dabei werden wir auch verschiedenste
Prozesstechniken durchgehen. Ziel des Seminars ist eine Ermutigung
für eine sowohl intensive Stabilisierungs-, als auch eine
kontinuierliche Prozessarbeit, gerade auch mit diesen „schwierigen“
KlientInnen. 28. und 29. Mai 2010 Hohe Wacht, Hohwacht (Ostsee) | Rituelle Gewalt als organisierte sadistische Ausbeutung, die
ritualisierten Charakter hat, kommt in der sog. „Kinderpornografie“
und „Kinderprostitution“ ebenso vor wie in der Zwangsprostitution
von Jugendlichen und Frauen sowie in destruktiven Kulten (in Afrika
auch bei der „Ausbildung“ von Kindersoldaten). Zweck ist die
systematische „Abrichtung“ von Kindern und Frauen zur Benutzung für
die jeweilige Täter-gruppe. Wenn wir die Opfer behandeln, müssen
wir beachten, dass sie sehr häufig auch ge-zwungen wurden, andere
Opfer für Misshandlungen auszuwählen und/oder sie selbst zu
foltern. (Kindliche) Opfer werden durch Verwirrung, bizarre
Szenarien, der Vermittlung des Gefühls, sie seien „auserwählt“
sowie extreme Folter gezielt in ihrer Identität gespalten und
müssen Dissoziation benutzen, um zu überleben. Was sollten wir bei
der Aussteiger-Beratung und der traumazentrierten Psycho-therapie
mit Opfern ritueller Gewalt besonders beachten? Wie helfen wir
ihnen, aus der zerstörerischen Bindung an die Täter äußerlich und
innerlich zu entkommen? Wie gewinnen wir Täterintrojekte zur
Mitarbeit? Was tun gegen systematisch ausgeführte Befehle
(Programme“)? Wie unterscheiden wir „falsche“ von „echten“
Überlebenden? Mit Video-Demonstration und drei Stunden
Fallsupervision. 29. und 30. Oktober 2010 Clarion Hotel, Göttingen |
