Michaela Huber
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Jahresgruppe 2009



Seminar F1:
Trauma, Dissoziation und Traumagedächtnis: gesellschaftlich, familiär, beruflich, individuell
Im ersten Seminar der Jahresgruppe lernen sich die Teilnehmer- Innen auf eine achtsame und ressourcen-orientierte Weise gegenseitig kennen. Der Arbeitsprozess beginnt mit dem Fokus auf das Thema „Trauma, Dissoziation und die Folgen“. Welche Rolle spielte es für die eigene Berufswahl, in einer eher Trauma-verdrängenden Nachkriegs-Gesellschaft zu leben? Wo haben sich die Traumata der eigenen Herkunftsfamilie und die Belastungen in der eigenen Biografie negativ, wo positiv auf Berufswahl, Engagement und persönlichberufliche Reife ausgewirkt? Welche Stoffwechsel-Prozesse aus der typischen posttraumatischen Stoffwechsel-„Wippe“ können auch bei uns „Profis“ auftreten, wie erkennen wir sie, wie können wir uns vor sekundärer und stellvertretender Traumatisierung schützen? Dabei werden einige Grundhaltungen der traumazentrierten Psychotherapie vermittelt; ebenso wie die Erkenntnisse über die Bedeutung von Dissoziation im traumatischen und posttraumatischen Prozess. Auch dieses Seminar enthält bereits Fallsupervision.
23. und 24. Januar 2009


Seminar F2:
Diagnostik dissoziativer Störungen
Prozess-Diagnostik im Laufe der Therapie – wie Schritt für Schritt vorgehen? Pimäre, sekundäre und tertiäre strukturelle Dissoziation; was genau ist unter ANP und EP zu verstehen? Formelle und informelle Diagnostik. Die TeilnehmerInnen lernen eine Reihe von Fragebogen kennen, sowohl zu Traumafolgen allgemein, als auch – vor allem – von dissoziativen Prozessen, darunter der FDS und der Mini- und der „große“ SKID-D, aber auch Fragebogen, die noch nicht im Handel sind. Weshalb ist es unerlässlich, Beispiele zu erfragen und wie ist das praktisch umsetzbar? Differential-Diagnostik, u.a.: Komplexe PTBS, Borderline, Schizophrenie/Psychose. Hinweise auf Instrumente zur Prognostik des Therapieerfolgs. Fallsupervision.
13. und 14. Februar 2009


Seminar F3:
Hypnotherapeutische Möglichkeiten und ressourcenorientierte Stabilisierung
Von der klassischen Hypnose zur modernen Hypnotherapie; weshalb Alltags-, Symptom- und traumatische Trance therapeutisch steuern? Was heißt kontrolliert Switchen? Pacing und Leading. Beiläufige Reorientierung und systematisches „Zurückholen“ bei unkontrollierten Abreaktionen. Die TeilnehmerInnen werden eingeladen, eine eigene innere Landkarte zu erstellen und zu lernen, wie die „innere Bühne“ im therapeutischen Prozess eröffnet und mit bewussten sowie unbewussten Anteilen der Persönlichkeit gearbeitet werden kann. Wie sieht ein Ressourcen- und ein Belastungs-Diagramm aus? Und wie können alte und neue Ressourcen verankert werden? Erstellen eines imaginären „Ressourcen- Teams“; dazu Live-Demonstration und Kleingruppen. Was ist ein „sicherer Ort“ – und was nicht? Von der äußeren zur inneren Sicherheit. Fallsupervision.
27. und 28. März 2009

Seminar F4:
Hypnotherapeutische Möglichkeiten und Affektmodulation
Affektmodulation: Wie die heftigen Gefühle steuern und aus täterloyalen und täteridentifizierten Bereichen der Persönlichkeit möglichst Mahner, Warner und/oder Wächter und Beschützer machen? Arbeit mit problematischen Bereichen aus der inneren Landkarte bzw. dem Belastungs-Diagramm. Weitere Arbeit auf der inneren Bühne: Das „innere hilfreiche Team“. Es wird u.a ein Programm vorgestellt, das es der KlientIn Schritt für Schritt ermöglicht, selbstverletzendes und anderes problematisches Verhalten zu steuern. Techniken wie Modalitätenwechsel, Pegel- und andere Regler- Technik werden eben so vorgestellt wie Beispiele für die Screen-Methode. Videodemonstration. Fallsupervision.
4. und 5. September 2009


Seminar F5:
Traumabearbeitung in "bits und pieces"
Wann Trauma-Exposition – und wann nicht? Wieso bei hoch dissoziativen KlientInnen in vielen kleinen Schritten, und wie? Die TeilnehmerInnen werden eingeladen, anhand einer eigenen Belastung (mini-t) ein „Mono-Trauma“ mit der Screen-Methode zu explorieren (Demonstration und Kleingruppen). Spezielle Formen des Trauma-Prozessierens bei hoch dissoziativen KlientInnen. Wie unterscheidet sich eine Trauma-Synthese von einer Abreaktion? BASK-Modell. Video-Beispiel einer DIS-Klientin. Drei Stunden Fallsupervision.
23. und 24. Oktober 2009

Seminar F6:
Traumabearbeitung und Langzeittrauma
Was ist eine komplexe serielle Trauma-Synthese? Beispiel in Demonstration und Kleingruppen-Arbeit anhand eines „Lebens-Konflikts“ der TeilnehmerInnen. Darf „es“ jetzt wirklich losgelassen werden und sich ändern? Bearbeitung der „hot spots“. Begleitung von Überblendungs-, Integrations-und Fusions-Prozessen bei hoch dissoziativen KlientInnen; wann Screen, wann EMDR? Integrationsgewinne und –verluste; Trauer-prozesse. Womit muss man leben, was kann sich wirklich ändern? Abschiednehmen, auch in der Gruppe.
4. und 5. Dezember 2009


Die Weiterbildung wurde von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen mit 16 Punkten pro Wochenende akkreditiert. Erfahrungsgemäß werden diese Punkte von allen Psychotherapeutenkammern und Ärztekammern anerkannt.



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