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  1. Fortbildung 2010

Inhalt Jahresgruppe

Fortbildungsreihe F
„Jahresgruppe zu dissoziativen Störungen“
Die aus sechs Wochenenden (Freitag und Samstag) bestehende Fortbildungsreihe F 2010, abgekürzt „Jahresgruppe“ genannt, beginnt im Januar und endet im November 2010. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, zwei frei zu buchende Sonderkurse zu belegen: Kurs W1 „Stabilisierung und Prozessieren“ im Mai in Hochwacht und im November in Göttingen Kurs W 2, der das spezielle Thema der sogenannten „Rituellen Gewalt“, also organisierter sadistischer Ausbeutung und deren Folgen in den Mittelpunkt stellt.

Was wird vermittelt?
In der Jahresgruppe wird der „State of the Art“ der Diagnostik und Traumabehandlung bei dissoziativen Störungen vermittelt. Dabei legt Michaela Huber besonderen Wert auf die Vermittlung der theoretischen und Therapie-praktischen Kenntnisse über die dissoziative Identitätsspaltung (D.I.S. oder ehemals „multiple Persönlichkeit); aber es werden ebenfalls alle anderen dissoziativen und Dissoziations-ähnlichen Prozesse, von der Alltags-Absorption bis zur Ego-State Disorder und andere Phänomene der sogenannten „Dissoziativen Störung nicht näher bezeichnet“ (D.S. n.n.b. oder DDNOS) erläutert. Auch die Unterscheidung zwischen der „einfachen“ Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und der Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (DESNOS) sowie die Differentialdiagnostik und Komorbidität (etwa mit der Borderline-Störung) werden behandelt.

Leitfrage
„Wie können wir die wissenschaftlichen und klinischen Erkenntnisse darüber, was dissoziative Prozesse steuern hilft, selbst in praktisches therapeutisches Handeln umsetzen, mit dem Ziel, die Steuerungs- und Bewältigungsmöglichkeiten in die Hand der Betroffenen zu geben?“ ist eine Leitfrage der Jahresgruppe. Anhand von Selbsterfahrungs-Übungen und Live-Demonstrationen wird die strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit nach Trauma exploriert sowie die konkrete therapeutische Arbeit auf der „inneren Bühne“ eingeübt; Videodemonstrationen bringen den TeilnehmerInnen die praktisch-therapeutische Arbeit mit hoch dissoziativen KlientInnen nahe; in Kurzvorträgen wird der aktuelle Stand der klinischen Forschung erläutert; und jedes Wochenende kann Supervision enthalten, in der Fälle vorgestellt, gemeinsam diskutiert und Vorschläge zum weiteren therapeutischen Vorgehen erarbeitet und erläutert werden.